imagefilmVideos sind angesagt. Mehr und mehr Unternehmen entdecken, dass bewegte Bilder ihre Botschaften gut transportieren. Besonders gut funktioniert das übrigens bei technischen Produkten, weil sie besonders erklärungsbedürftig sind. Trotz allem wollen viele Unternehmen immer noch eins: den klassischen Imagefilm. Es gibt jedoch so einiges, was dagegen spricht.

1. Imagefilm ist Selbstbeweihräucherung

Nicht umsonst sagte meine Oma immer: „Eigenlob stinkt“. Denn oftmals ist der Inhalt eines so genannten Unternehmensvideos nur nach der Art „Wir sind die Schönsten, Größten, Besten“ gemacht. Das ist a. unsympathisch und b. langweilig.

Diese Art von Imagevideos braucht kein Mensch. Die hat früher schon keiner gebraucht. Und in Zeiten von Social Media gehören solche Werke auch zu den Inhalten, die ohnehin niemand teilen mag. Sein Geld kann man also besser anlegen.

2. Der Informationsgehalt von Imagevideos ist gering

Imagevideos sollen vor allem eines transportieren: Image. So richtig spannend ist das selten. Und lustig auch nicht. Wenn also ein Film zum Beispiel erzählt, dass man soundsoviel Standorte hat, dann – gähn – interessiert das meistens nicht allzu viele Leute. Da Videos im Web meistens dafür gemacht werden, dass man sie teilt, taugen solche Inhalte nicht wirklich, um ein gutes Image zu verbreiten.

3. Imagevideos sind aufwändig

So ein richtiger Imagefilm ist aufwändig zu produzieren. Man möchte ja schließlich nur die Schokoladenseite des Unternehmens zeigen. Und die verbirgt sich manchmal unter einer dicken Dreckschicht. Die will im Video aber keiner sehen. Alles soll schick sein. Wenn es um Nahrung geht auch noch lecker. Und das kostet.

Licht will gesetzt, Mitarbeiter richtig gut inszeniert werden. Wenn es schlecht läuft, gibt es auch noch viele Standorte in großer Entfernung. Und die verursachen Reisekosten. Und das alles für ein Video, das am Ende eh keinen interessiert.

4. Imagevideos sind viel zu lang

Zehn Minuten. Solche Imagevideos habe ich schon gesehen. Die waren exakt acht Minuten zu lang. Oder achteinhalb. Denn rotierende Zahnräder zu peppiger Musik sind nicht sexy. Und auch nicht spannend. Wenn schon Imagevideo, dann bitte kurz. Das ist wie beim Text: in der Kürze liegt die Würze.

Die Punkte 1. und 2. tragen übrigens dazu bei, dass lange Imagevideos noch langweiliger sind.

5. Imagevideos haben keinen Nutzen

Wem nützt ein Imagevideo? Nur dem Unternehmen. Derjenige, der so einen Imagefilm schaut, hat nichts davon. Gar nichts. Nützlich ist für ihn etwas, das ihn irgendwie weiterbringt. Oder gute Laune macht. Klassische Imagefilme machen das nicht.

Ein schönes Beispiel für einen ganz schön langen Imagefilm gibt ist dies hier:

26.01.2016